Beiträge

Ausstellung Robert Rimböck

Drucken

Der Einladung des Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim am Freitag, 09. April 2010 zur Vernissage: Robert Rimböck (1900-1940) - Gesichter vom Steinhof sind fast 50 Personen gefolgt.

Robert Rimböck, geboren 1900 in Wien, absolvierte ein Studium an der Technischen Hochschule in Wien und war danach in Österreich und Russland beruflich aktiv. Mit 32 Jahren wurde er mit der Diagnose „Paranoide Schizophrenie" in die Heil- und Pflegeanstalt „Am Steinhof" in Wien eingeliefert. Während seines siebenjährigen Aufenthalts in der Anstalt fertigte Rimböck hunderte Zeichnungen – vor allem von Patienten an.

Am 05. August 1940 wurde Robert Rimböck gemeinsam mit 391 Mitpatienten nach Hartheim gebracht und ermordet.

Robert Rimböcks künstlerisches Schaffen aus dieser Zeit gibt einzigartigen Einblick in den Alltag „Am Steinhof". Durch die namentliche Benennung der gezeichneten Patienten war in einigen Fällen eine Klärung ihrer Identität möglich und dadurch die Erstellung von Biographien. Die Ausstellung ist somit nicht nur eine Präsentation der Person Robert Rimböcks und seines künstlerischen Schaffens, sondern stellt darüber hinaus Lebensgeschichten von weiteren Opfern der NS-Euthanasie vor.

Aus der Wiener Heil- und Pflegeanstalt „Am Steinhof" wurden in den Jahren 1940/41 zirka 3.200 Pfleglinge - darunter an die 400 jüdische PatientInnen - über Zwischenstationen wie Niedernhart und Ybbs an der Donau nach Hartheim transportiert und ermordet.

Die Ausstellung wird vom 10. April 2010 bis Ende August 2010 in der Sala Terrena zu den normalen Öffnungszeiten des Lern – und Gedenkorts Schloss Hartheim zu sehen sein. Eintritt frei.

Robert Rimboeck I   robert Rimboeck II