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Historisches Sommerkino_im fokus

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„im_fokus“ Die Darstellung des „Fremden“ im NS-Film

 

Ab 27. August 2013 findet im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim das heurige historische Sommerkino "im_fokus" statt. Dieses Jahr mit folgenden Filmen:  

Dienstag, 27. August, 20:00 Uhr:

Menschen im Sturm, Deutschland 1941,  80 Min. Regie: Fritz Peter Buch

Anitserbischer Propagandafilm. Der Film spielt im Grenzgebiet zwischen Jugoslawien und „Großdeutschland“ und thematisiert Repressalien der serbischen Armee gegenüber der volksdeutschen Minderheit. Durch die stark propagandistische Darstellung dieses Konflikts wird der Film zu einer nachträglichen Rechtfertigung des deutschen Überfalls auf Jugoslawien im April 1941.

Impulsreferat: Mag. Andreas Wahl

 

 

Mi., 28. August 2013, 20:00 Uhr:

Friesennot, Deutschland 1935, 97 Min. Regie: Willi Krause

Antisowjetischer Propagandafilm. Eine deutsche Dorfgemeinschaft auf sowjetischem Gebiet wird von den neuen kommunistischen Machthabern zur Abgabe von Naturalien gezwungen. Durch die überzeichnete Darstellung der Deutschen als friedvoll auf der einen und der Sowjets als barbarisch auf der anderen Seite wird gezielt ein antikommunistisches Bild inszeniert. Dieser Propagandafilm wurde 1935 mit dem Höchstprädikat „Staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll“ ausgezeichnet.

Impulsreferat: Günter Kalliauer

 

 

Do., 29. August 2013, 20:00 Uhr:

Ohm Krüger, Deutschland 1941, 135 Min. Regie: Hans Steinhoff

Antibritischer Propagandafilm. Der Film spielt zur Zeit des zweiten Burenkrieges (1899-1902), der zwischen Großbritannien und den Burenrepubliken geführt wurde. Die britische Armee wird in einer offenen, propagandistischen Inszenierung als grausam, gewalttätig und hinterlistig dargestellt. Der Film sollte die antibritische Stimmung innerhalb der deutschen Bevölkerung schüren und als NS-Kriegspropaganda dienen. Er war mit einem Budget von über 5 Millionen Reichsmark eines der teuersten NS-Filmprojekte.

Impulsreferat: Dr. Thomas Spielbüchler (JKU)

 

 

Fr., 30. August 2013, 20:00 Uhr:

Venus vor Gericht, Deutschland 1941, 82 Min. Regie: Hans Zerlett

Propagandafilm gegen zeitgenössische Kunst. In der Zeit der NS-Diktatur, als moderne Kunst als „artfremd“ und „entartet“ klassifiziert wurde, wird mit „Venus vor Gericht“ ein Film produziert, der die Ideale der „klassischen“ Kunst preist. Zeitlich angesiedelt in der Weimarer Republik wird ein Bildhauer durch die Schaffung einer Venus-Statue, die von Kunstexperten als antik eingestuft wird, zum Vorstreiter im Kampf gegen moderne Kunst.  

Impulsreferat: Dr. Birgit Kirchmayr (JKU)

 

 

Alle Filmvorführungen werden in Kombination mit einem wissenschaftlichen Impulsreferat zum Film präsentiert. Bei den ausgewählten Filmen handelt es sich um so genannte Vorbehaltsfilme, deren Inhalt antidemokratisch, rassistisch und volksverhetzend ist. Aus diesem Grund ist die Anwesenheit bei den Einführungsreferaten verpflichtend. Die Veranstaltungen beginnen pünktlich; zu spät kommende BesucherInnen können nicht mehr eingelassen werden.

 

Bei Schlechtwetter finden die Veranstaltungen im angrenzenden Kulturtreff. der Gemeinde Alkoven statt. Eintritt frei. Kurzfristige Programmänderungen vorbehalten. An sämtlichen Spieltagen werden um jeweils 19.00 Uhr (ab 5 Personen) Begleitungen durch die Gedenkstätte des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim, Schlossstraße 1, 4072 Alkoven, angeboten. Dauer ca. 45 Minuten. Unkostenbeitrag: € 3,- p.P.

Veranstalter und Impressum: Verein „im_fokus“ Prinz-Eugen-Straße 7, 4020 Linz Tel.: +43 (0) 699/ 81 45 83 82; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! „im_fokus“ sind: Mag. Peter Eigelsberger/ Mag.a Irene Zauner-Leitner

 

Den Einladungsfolder können Sie hier downloaden.

 

Sponsoren Sommerkino 2013