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Lesung von Nuna Stojka

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Am 09. und 10. Mai 2016 laden wir Schüler/innen ab der achten Schulstufe herzlich zu einer Lesung von Nuna und Hojda Stojka und anschließendem Rundgang durch den Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ein.

Als Einstieg nehmen die Schüler/innen im großen Saal des Schlosses an einer Lesung und einem Gespräch mit der Schwiegertochter und dem Sohn der KZ-Überlebenden Ceija Stojka zum Themenkreis des Lebens der Roma und Sinti im Nationalsozialismus teil (ca. 1 Stunde). Danach werden die Schüler/innen von den pädagogischen Mitarbeiter/innen durch die Gedenkstätte und die Ausstellung „Wert des Lebens“ begleitet. Für die anschließende Begleitung durch die Ausstellung und Gedenkstätte werden die Teilnehmer/innen in Gruppen zu maximal 25 Personen aufgeteilt.

 

Termine: Montag, 09. und Dienstag, 10. Mai 2016

Beginnzeiten der Lesungen: 09.00 Uhr | 10.45 Uhr | 12.30 Uhr

Anschließende Begleitungen: 10.15 - 11.45 Uhr | 12.00 - 13.30 Uhr | 13.45 - 15.15 Uhr

Kosten 6,00 Euro pro Schüler/in - Begleitpersonen sind frei.

Anmeldung bis 29. April bei: Land der Menschen OÖ | +43 664 6145113 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Hintergrundinformationen zur Lesung/ zum Gespräch:

Nuna Gabriele und Hojda Willibald Stojka erzählen im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim die Geschichte ihrer im Nationalsozialismus verfolgten Familie. Nuna hat ihre Schwiegermutter über viele Jahre bei ihren Zeitzeug/innengesprächen begleitet und unterstützt. Ihr Mann, Hojda, ist der Enkel des Hartheim-Opfers Karl Horvath und der Sohn der Schriftstellerin und Künstlerin Ceija Stojka (1933-2013). Karl Horvath wurde 1941, weil er Rom war, von der Gestapo verhaftet und im KZ Dachau inhaftiert. Am 28. November 1942 brachte man ihn mit einem „Invalidentransport“ von Dachau in die Tötungsanstalt Hartheim, wo er ermordet wurde. Nach dem Tod Karl Horvaths wurde der Rest seiner Familie ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Seine Tochter Ceija Stojka durchlitt während der Nazi-Diktatur mehrere Konzentrationslager und wurde schließlich im KZ Bergen-Belsen befreit. Von der Großfamilie, die etwa 200 Personen umfasste, überlebten nur sechs Personen.

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