Projektgruppe „Fremdvölkische Kinderheime“

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Im Frühjahr 2017 wurde am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim eine Projektgruppe gegründet, die sich mit der Geschichte der „fremdvölkischen Kinderheime" auf dem Gebiet des „Gaues Oberdonau" in der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. Die Gruppe besteht aus MitarbeiterInnen des Lern- und Gedenkorts sowie Lokal- und RegionalhistorikerInnen und Gedenk-AktivistInnen. Bei den „fremdvölkischen Kinderheimen" handelte es sich um Einrichtungen, in denen Kinder von osteuropäischen und sowjetischen ZwangsarbeiterInnen, die ihren Müttern entzogen worden waren, unter häufig sehr widrigen Bedingungen untergebracht wurden. Viele der Säuglinge verstarben an Unterernährung und mangelnder Versorgung.

Ziel des Projekts ist es, die historische Forschung zu möglichst vielen der Heime (ca. ein Dutzend auf dem Gebiet des „Gaues Oberdonau") voranzutreiben, einen „Atlas" der Heime zu erstellen und die Ergebnisse in einem Sammelband in der historischen Reihe des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim zu publizieren. Ein weiteres Ziel soll aber auch sein, lokale Gedenkarbeit zu initiieren bzw. zu fördern.