Dokumentationsstelle Hartheim

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Foto: DokumentationsstelleDie Dokumentationsstelle Hartheim hat ihren Sitz im zweiten Obergeschoss des Schlosses Hartheim. Auftrag der Dokumentationsstelle ist das Sammeln, Archivieren und zur Verfügung stellen von Hartheim-relevanten Materialien, die die Geschichte des Schlosses als NS-Euthanasieanstalt von 1940–1944 belegen. Damit sollen Recherchen und Forschungen zum Thema NS-Euthanasieanstalt Hartheim vor Ort ermöglicht werden. Eine wesentliche Aufgabe ist das Projekt "Gedenkbuch Hartheim". Im Zuge dieses Projekts versuchen wir eine namentliche Erfassung der in Hartheim ermordeten Menschen, um das persönliche Gedenken Angehöriger zu ermöglichen.

 

"Die nationalsozialistische 'Euthanasie' und ihre Opfer auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik 1939–1945 – ein österreichisch-deutsch-tschechisches Forschungsprojekt als Beitrag zur Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte"

Bislang ist kaum bekannt, dass sich die Morde im Rahmen der NS-Euthanasie auch auf das von Deutschland besetzte Gebiet der heutigen Tschechischen Republik erstreckten. Zwischen Oktober 2007 und September 2008 wurde von den Gedenkstätten Hartheim, Pirna-Sonnenstein und der tschechischen Akademie der Wissenschaften ein gemeinsames Forschungsprojekt durchgeführt, um diese Forschungslücke zu füllen und die Namen und Daten der ermordeten Menschen aus diesem Gebiet zu erfassen. Auf der unten angeführten Homepage finden sich Informationen und Dokumente, die im Rahmen des Projekts recherchiert werden konnten und einen Einblick in dieses, für lange Zeit vergessene Kapitel der NS-Herrschaft bieten.

http://www.schloss-hartheim.at/projekt-sudetenland-protektorat