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Der OÖ Landeswohltätigkeitsverein wurde 1939 enteignet und das Schloss 1940 zur Tötungsanstalt für den Südosten des "Dritten Reiches" umgebaut. Neben den Räumen im Erdgeschoss, in denen die Morde durchgeführt wurden, waren nur Funktions- und Wohnräume, aber keinerlei Krankenzimmer vorhanden. Neben den eigentlichen Tötungsräumen waren im Erdgeschoss ein Sezierraum, weitere Funktionsräume und auch die Küche eingerichtet.

In den Kanzleien im 1. Stock wurden umfangreiche Unterlagen über die Getöteten und weitere potentielle Opfer geführt, aber auch nach einem ausgeklügelten System Todesmeldungen für Menschen ausgefertigt, die in anderen Euthanasieanstalten getötet worden waren, sowie Urnen mit falschen Sterbedaten und -orten versandt. Neben den Verwaltungsräumen lagen hier auch die Direktionswohnung für Dr. Renno und ein Speisesaal für die Angestellten.

In den oberen Stockwerken waren die zahlreichen Angestellten untergebracht, die für den reibungslosen Ablauf zuständig waren und die Anstalt nur selten verlassen durften.

Ende 1944 wurden sämtliche Unterlagen abtransportiert oder vernichtet, alle Tötungseinrichtungen entfernt und der Bauzustand von 1939 weitestgehend wieder hergestellt. Ab März 1945 war eine "Gauhilfsschule" im Schloss untergebracht.

Es schien, dass keine Spuren vor Ort erhalten geblieben waren. Erst bei der Einrichtung des LGSH wurden bei bauarchäologischen Untersuchungen Spuren, die aus der Zeit und der Funktion von Schloss Hartheim als NS-Tötungsanstalt stammen, freigelegt. Diese Freilegungsarbeiten betrafen vor allem die ehemaligen Tötungsräumlichkeiten, aber auch den Bereich des ehemaligen Busschuppens. Zudem wurde bei Grabungsarbeiten im Schlossgarten ein Areal mit persönlichen Besitztümern der Opfer, sowie Krematoriumsasche und Knochenresten freigelegt. Insgesamt wurden rund 8.000 Objekte gehoben – sie befinden sich heute in der Dokumentationsstelle Hartheim. Die menschlichen Überreste wurden beigesetzt.

Die Sicherung von Spuren und Beweisen war bei der Einrichtung des LGSH erklärtes Ziel. Sämtliche Spuren nehmen heute einen zentralen Stellenwert im LGSH ein, denn erst wenn sie gefunden, gesichert und gedeutet wurden, können sie von den BesucherInnen auch "gelesen werden". Die Erinnerung ist an sie gebunden.

  

 

 Foto: Ausschnitt aus einem Bild mit Funden. Hier: Teller und Schüsseln  Foto: Schütte mit vermischten Funden. Hier: Alltagsgegenstände

 

 

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