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"Aktion T4"

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Unter dem Vorwand der "Notwendigkeit planwirtschaftlicher Erfassung der Heil- und Pflegeanstalten" wurden an sämtliche Heil- und Pflegeanstalten Meldebögen hinsichtlich der Anstalt und ihrer BewohnerInnen ausgeschickt. Diese mussten von den hiesigen Ärzten oder mitunter auch vom Verwaltungspersonal ausgefüllt werden. Mit Hilfe der Meldebögen wurde eine "klinische Schilderung" des Krankheitsbildes, aber auch Auskünfte hinsichtlich der "Art der Beschäftigung" und des "Wert[es] der Arbeitsleistung (nach Möglichkeit verglichen mit Durchschnittsleistung Gesunder)" erfasst. Die Meldebögen wurden an die Zentrale in Berlin retourniert, wo eigene T4-Gutachter auf Grund derHistorisches Foto: Rauch aus dem Kamin des Krematoriums in Hartheim, um 1940/41Angaben auf den Meldebögen darüber entschieden, wer "der Aktion zugeführt" werden sollte und wer nicht. Die Meldebögen jener Personen, die "der Aktion zugeführt" werden sollten, wurden mit einem "+" gekennzeichnet und an die Transportabteilung weitergeleitet. Über die Transportabteilung organisierte man die Abholung der Opfer und den Abtransport in eine Tötungsanstalt. Dort wurden diese unmittelbar nach ihrer Ankunft durch die Zuleitung von Kohlenmonoxyd in eigens adaptierten Räumen ermordet.


Im August 1941 kam es zum Stopp der "Aktion": Widerstand seitens Angehöriger und der Kirche, aber auch die Information einer breiten Öffentlichkeit mittels der deutschsprachigen Welle des britischen Senders BBC im Sommer 1941 oder durch Flugzettel der Alliierten trugen zum Stopp der "Aktion" bei. Besonders erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die Predigten von Clemens August Graf von Galen, Bischof von Münster, in denen er sich gegen die Praxis der Euthanasie aussprach. Die Predigten wurden vervielfältigt und erreichten auch als illegale Flugblätter die Bevölkerung.

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