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Eugenik und NS-Gesundheitspolitik

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 Historisches Propagandabild zum Thema "Erbkrank". Text: "60000 RM kostet dieser Erbkranke die Volksgemeinschaft auf Lebenszeit. Volksgenosse das ist auch Dein Geld. Lesen Sie NEUES VOLK, die Monatshefte des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP.

Gesundheitspolitisches Ziel der Nationalsozialisten war die Bildung eines "rassenreinen", erbgesunden und leistungsfähigen deutschen "Volkskörpers". Die Umsetzung dieses Ziels sollte einerseits durch die "Ausmerzung" – und somit Ausschluss des "Minderwertigen" von der Fortpflanzung – , andererseits durch unterstützende Maßnahmen zur Förderung der Produktion "erbgesunder" und "hochwertiger" Volksgenossen erreicht werden. Diesbezügliche Vorgaben des NS-Staates wurden in den Gesundheitsämtern umgesetzt.

Am 14. Juni 1933 wurde das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses als eines der ersten Gesetze des NS-Regimes verabschiedet. Die Zwangssterilisation bildete in Folge eine der wichtigsten Maßnahmen negativer eugenischer Auslese. Mit 1. Jänner 1940 trat dieses Gesetz auch in der "Ostmark" in Kraft.
Die Maßnahmen der Zwangssterilisierung waren jedoch nach Meinung der NS-Ideologen in ihrer Tragweite nicht ausreichend, da sie erst nach Generationen Resultate zeigen konnten. Man zielte auf die völlige Ausschaltung der so genannten "Minderwertigen" ab.


Adolf Hitler gewährte Reichsleiter Bouhler und seinem Leibarzt Dr. Brandt mit dem "Gnadentoderlass", "daß nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischster Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod gewährt werden kann".  Dieser Brief bildet die Grundlage für die Herausbildung der Organisation und Durchführung der NS-Euthanasie. Eine juristische Legitimation wurde nie geschaffen.


Die Organisationszentrale richtete man in Berlin in der Tiergartenstraße 4 ein; nach dieser Adresse wurde die Zentrale auch "T4" genannt. Der Begriff der "Aktion T4" setzte sich in der Nachkriegszeit für die Bezeichnung der Euthanasie-Aktion durch.

 

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